Was ist Minergie?

Themenbereich: Bauphysik, Baustoffe    Beitrag von: Bob

Der Begriff Minergie bezeichnet eine weltweit geschützte Marke für nachhaltiges Bauen, welche die Kantonen Bern und Zürich einem Verein zur zeitlich unbegrenzten Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Der Verein betreibt die Zertifizierung und das Marketing dieses Labels.

In der Schweiz ist Minergie der wichtigste Energiestandard für die Niedrigenergiehäuser und, ähnlich den Passivhäusern in Deutschland, ist der Nachfolger Minergie P. Es gibt Anforderungen für zwölf verschieden Gebäudekategorien, darunter Verwaltung, Schulen, Verkauf, Restaurants, Versammlungslokale, Spitäler, Industrie, Lager, Sportbautenund Hallenbäden. Auch bei der Sanierung von Altbauten und für Neubauten gibt es verschiedene Anforderungen. Der Minergiestandard ist in Ansätzen mit den deutschen Standards KW40 (Neubauten) und KW60 (Sanierungen) vergleichbar. Minergie, als auch Minergie-P kann zusätzlich als Minergie-ECO, respektive Minergie-P-ECO zertifiziert werden, wenn zusätzliche Kriterien, die sich auf “gesundes” Wohnen, Ressourcen-Verbrauch bei der Erstellung und weiteren ökologischen Kriterien beziehen, erfüllt werden.

Dachbodendämmung, Quelle: RainerSturm / pixelio.de

1944 wurde die Idee von Heinz Uebersax und Ruedi Kriesi kreiert und im selben Jahr konnten die ersten zwei Minergie-Häuser in Kölliken, Schweiz realisiert werden. Die Marke war danach im Privatbesitz von Heinz Uebersax, bis sie 1997 von den Kantonen Zürich und Bern übernommen wurde. Während diesen Jahren verdichteten sich Kriesis Vision und technische Konzepte von der Dachbodendämmung bis zu Kellerdämmung. Uebersax’s Marketingkonzept und Geschäftsmodell entwickelte sich außerdem zum heutigen Betriebskonzept von Minergie.. Seither agiert Franz Beyeler als erster Geschäftsführer. Der Kanton Bern spielte als Organisator der Bau- und Minergie-Messe eine Pionierrolle. Der Verein steht aber auch natürlichen und juristischen Personen offen. Das erste Produkt war Minergie als Niedrigenergiestandard. Ende 2001 wurde Minergie P eingeführt. Die Marke und ihre Standards sind von dynamischer Natur und weitere Produkte und Standards wurden entwickelt und können erwartet werden. Diese Anstrengungen werden weitergeführt. Mitte 2007 gibt es über 6700 zertifizierte Minergie- und knapp 130 Minergie-P-Objekte.

Isolierung und Drainage

Themenbereich: Baudämmung, Bauphysik, Informationen    Beitrag von: Eckhardt

Wenn man ein Haus baut, kommt es beim Rohbau vor allem darauf an, das spätere Haus vor Kälte,Nässe-und Feuchtigkeit zu schützen. dafür spielen Isolierung und Drainage eine wichtige Rolle.

Die Isolierung

Dabei unterscheidet man zwischen horizontaler und vertikaler Abdichtung.

Die horizontale Abdichtung unter Wänden kann man durch das Aufbringen von hochpolymeren Weichfolien,Weichschlämmen und Bitumenpappe erreichen.Das aufbringen erfolgt auf der ersten Steinschicht,sowie auf der vorletzten Schicht der Kellerwände.

für die vertikale Abdichtung benötigt man Grundierungen und Dickbeschichtungen aus Bitumen.

Bei drückendem Wasser benötigt man eine sog. weiße Wanne,welche aus Sperrbeton besteht.

Die Drainage

Bei heutigen Baustandards ist eine sog. Ringdrainage Pflicht (Ausnahme:Kiesböden). Diese wird einmal komplett um das Haus herum angeordnet und zwar unterhalb der Fundamentoberkante.

Dabei leitet sie das Wasser vom Haus ab.

Eine andere Art der Drainage, ist die Flächendrainage. die wird besonders bei drückendem Wasser und bei bindigen Böden benutzt. denn dort kann das Wasser nicht ablaufen oder versickern. Deshalb legt man die Flächendrainage fischgrätenförmig unter das Fundament.

Wie funktioniert ein Luftbrunnen?

Themenbereich: Bauausführung, Bauphysik, Informationen    Beitrag von: Bob

Wer in seinem Haus stets ein angenehmes Klima haben möchte kann sich einen so genannten Luftbrunnen einbauen. Ein Luftbrunnen ist generell gesagt ein Erdwärmetauscher der immer für frische Luft innerhalb der Wohnräume sorgt.

Um einen solchen Luftbrunnen zu errichten wird ein Kiesbett angelegt, über welches frische Luft zum Brunnen angesaugt wird welche dann im Innenraum freigesetzt wird. Wichtig ist dass dieses Kiesbett nicht durch schlechte Umwelteinflüsse verunreinigt wird, denn immerhin wird genau diese Luft in die Wohnräume eingeleitet. Es sollte also beispielsweise nicht an einer Straße liegen.
Dank dieses Kiesbettes und der Erde und Sandsegmenten wird die Luft automatisch gereinigt

Wichtig ist auch dass auf die verschiedenen Jahreszeiten geachtet wird. Denn immerhin sollte keine eiskalte Luft eingeführt werden. Im Winter wird die Luft also vor dem Einströmen erhitzt. Im Sommer funktioniert das Prinzip genau anders herum, hier wird sie gekühlt.

Zu dieser Methode ist allerdings zu sagen dass sie nicht überall Anwendung findet. Manchmal ist der Einbau mit einem wirklich sehr großen und kostspieligen Aufwand verbunden. Denn zunächst muss einmal ein ca 2-3 Meter tiefer Graben ausgehoben werden um den Brunnen einsetzen zu Kannen. Auch das Verlegen der Rohre braucht wirklich fachmännische Unterstützung. Praktisch ist dass die Luft nicht nur gereinigt werden kann, sondern auch mit Hilfe eines Geruchfilters neutral einströmen kann.

Eine weitere Vorraussetzung ist ein sickerfähiger Boden denn immerhin muss das Oberflächenwasser irgendwie abgeleitet werden. Notfalls muss hier eine Pumpe eingebaut werden. Auch wer in stark Radon-haltigen Gebieten wohnt muss erst sicher gehen dass ein Luftbrunnen keine Gesundheitsgefährdung darstellt.

Ein solcher Brunnen eigent sich vor allem für Menschen mit Atembeschwerden, da die Luft stets befeuchtet wird. Auch allergiker tun sich damit einen Gefallen da die Luft befreit von Pollen in die wohnräume strömt!

Der optimale Schallschutz

Themenbereich: Baudämmung, Bauphysik, Bauplanung, Informationen    Beitrag von: Eckhardt

Wie wichtig ein ruhiges Zuhause ist, merkt man vor allem am Ende einer arbeitsreichen Woche. Dann möchte man sich entspannen, die Seele baumeln lassen, die Ruhe nach dem Sturm genießen. Das geht aber nur, wenn es auch wirklich ruhig ist. “Schalldämmung” heißt das Zauberwort und verspricht Erholung pur in den eigenen vier Wänden.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten für einen effektiven Schallschutz. Zunächst ist da die Luftschalldämmung. Hierbei geht es um den Lärmschutz von Decken, Wänden, Fenstern und Türen. Die Wände sollten eine gewisse Dicke und hohe Dämmwerte aufweisen, wie dies etwa bei Beton, Kalksandstein oderWänden mit biegeweichen Vorsatzschalen der Fall ist. Elastische Bodenbeläge wie Linoleum oder PVC weisen ebenfalls gute Dämmerte auf. In Sachen Trittschallschutz ist auf schwingungsarme Konstruktionen mit einer Dämmung zwischen Holmen und Trittstufen zu achten. Wichtig ist daneben auch, dass Fenster und Türen gut gedämmt sind. Letztere sollten ebenfalls eine gewisse Dicke aufweisen und dicht am Boden und im Bereich der Falze schließen. Besonders schalldichte Fenster weisen etwa umlaufende elastische Dichtungen zwischen Flügel- und Blendrahmen aus. Mehrfachverglasungen sind ebenfalls hilfreich.

Wer Rohrleitungen und Sanitärinstallationen dämmt, der wird auch schnell einen positiven Effekt bezüglich der gewünschten Lärmreduktion verspüren. Kein lästiges Gluckern in den Wasserrohren – ummantelten Rohren sei Dank!

Alternative: Fertighaus

Themenbereich: Bauausführung, Bauphysik, Bauplanung, Finanzierung, Informationen    Beitrag von: Bob

Ein Haus zu bauen gehört definitiv für die meisten Menschen zum großen Lebenstraum. Allerdings hat nicht jeder auch das nötige Kleingeld dafür übrig. Eine gute Lösung für alle, die trotzdem bauen wollen ist das Fertighaus eine kostengünstigere Alternative.
Die Fertigbauweise hat gegenüber der konventionellen Bauweise den Vorteil, dass bereits vor dem Beginn des Bauvorhabens der genaue Preis feststeht. Außerdem ist die Bauzeit wesentlich kürzer, das bedeutet die Eigentümer können früher ein- bzw. aus ihrer alten Wohnung ausziehen, so dass sie Miete sparen.

Wichtig ist es trotzdem auf die Qualität des Fertighauses zu achten. Denn es gibt in der Tat sehr hochwertige Häuser doch wenn man es günstiger will muss man auch auf einiges verzichten, zum Beispiel bei der Ausstattung, der Wohnfläche, der Grundstücksgröße und der gesamten Form der Bauhülle. Auch ein Keller kann die Kosten erhöhen bzw. bei Weglassen senken.

Gerade bei günstigen Angeboten ist es wichtig den Anbieter gründlich zu prüfen bevor man den Vertrag unterschreibt, also prüfen sie ob er Referenzobjekte hat und schauen sie sich diese an. Auch das Gespräch mit ehemaligen Kunden hilft, wie zufrieden waren diese Bauherren?

Dann steht dem Traum vom Haus nichts mehr viel im Weg.

Das Winkelbungalow

Themenbereich: Bauausführung, Bauphysik, Bauplanung, Informationen    Beitrag von: Eckhardt

Ein Bungalow begrenzt sich in der Wohnfläche stets auf eine Ebene doch mit dem Einbau eines Winkels kann man seinen Bungalow besonders und die Wohnfläche spannend gestalten. Bei den Formen kann man zwischen L, T, U oder Z wählen, jede bringt gewisse Vorteile mit sich. Normale Bungalows wirken häufig nur lang und schmal, ein Bungalow mit Knick wirkt wesentlich kompakter und gefälliger.
Auch im Innenraum wirkt das Konzept mit einem Winkel wesentlich interessanter als bei der normalen Bauweise. Durch eine zusätzliche Nische gelingt eine klar getrennte Wohnraumaufteilung aber auch eine individuelle Erweiterung des Wohnzimmers mit interessanter Blickführung.

Ein großer Vorteil des Winkelbungalows in puncto Terrassengestaltung ist, dass er eine wind- und blickgeschützte Terrasse bietet, man muss es nicht erst so bauen. Im besten Fall hat man dann eine Terrasse mit Süd-West-Ausrichtung, die von mehreren Räumen aus zugänglich ist. Auch durch die im Bungalow häufig verwendeten Glasfronten hat man ideale Lichtverhältnisse und den Garten als Teil der Wohnfläche gut im Blick.

Bevor man allerdings überhaupt so einen Bauprozess startet sollte man sich erst beim Bauamt informieren ob eine eingeschossige Bebauung erlaubt ist und, wenn das klappt, anschließend in Ruhe nach einem passenden Grundstück suchen, bei dem sich die Pläne für einen Winkelbungalow umsetzen lassen.

Ein eigenes Baumhaus im Garten

Themenbereich: Bauausführung, Bauphysik, Bausicherheit, Baustoffe, Informationen    Beitrag von: Werner

Im Sommer ist es schön, wenn die Kinder im eigenen Garten spielen können. Dabei träumen viele Kinder von einem eigenen Baumhaus. Dieser Traum lässt sich auch, wenn man kein Fachmann ist, einfach erfüllen.

Zunächst ist es wichtig, die richtige Stelle für das Baumhaus zu finden und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Ein Apfelbaum ist ideal, um ein Baumhaus für Kinder von fünf bis zehn Jahren zu bauen. Etwas einen Meter über dem Boden sollte Baumhaus angebracht und durch ein etwas 75 Zentimeter hohes Geländer gesichert werden. Auch sollten keine Lücken, die größer als 10 Zentimeter sind vorkommen. Der Treppenaufgang des Baumhauses ist ebenfalls sehr wichtig, da hier häufig Unfälle vorkommen. Eine Leiter mit Geländer sollte im Winkel von 60 Grad fest angebracht werden. Die Sprossen sollten abgerundet sein und einen Durchmesser von 25 bis 38 Millimeter haben. Der Fuß der Leiter kann durch Sand, Kies o.ä. rutschfest fixiert werden.

Die Plattform als Grundfläche sollten durch gegenüberliegende Bohlen (50x150mm) an den Baum genagelt werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Bohlen waagerecht angebracht werden. Zur Anbringung eignen sich Schlüsselschreiben, da sie sicherer sind als Nägel. Das gleiche wird mit zwei weiteren Bohlen im rechten Winkel zu den bisher angebrachten durchgeführt. Danach werden gleichgroße Bohlen verwendet, um einen Rahmen um das Grundgerüst zu bauen. Quer- und Eckstreben stabilisieren das Baumhaus und sollten sicher mit Baum und den Balken verschraubt sein. Kerben in den Bohlen helfen bei der Fixierung. Danach kann der Fußboden des Baumhauses verlegt werden. Ein leichter Abstand (5mm) der Bretter lässt Regenwasser gut ablaufen. Zwischenträger sollten dabei in einem Abstand von nicht weniger als 40 Zentimeter angebracht werden. Beim Boden sollte die Falltür nicht vergessen werden. Ein Bohlenrahmen von 50x100mm wird dabei um die Öffnung gelegt und der Fußboden darum herum gebaut.
Ist der Boden fertig, wird das Gerüst aufgezogen. Die Höhe des Geländers richtet sich nach den Benutzern des Baumhauses. Latten und Sprossen des Geländers sollten auf der Innenseite der Pfosten angebracht werden, damit die Konstruktion nicht nach außen fallen kann, falls sich Nägel lösen. Die Wände können waagerecht oder senkrecht angebracht werden. Dabei lassen halbhohe Wände viel Luft und Licht in das Baumhaus dringen. Schließlich kann auch das Dach angebracht werden. Dabei zuerst die Eckträger anbringen, danach die Zwischenträger. Auf die träger geben genagelte Latten (25x100mm) eine gute Unterkonstruktion. Um den Regen später abhalten zu können, sollte das Dach eingedeckt werden. Dafür eignet sich Teerpappe oder Asphaltschindeln.
Als kleine Extras können weitere Elemente wie ein Kletternetz angefügt werden. Bei allem sollten Sie aber beachten, dass Sicherheit oberste Priorität hat und das Baumhaus sowie den Baum mindestens alle zwei Jahre komplett überprüfen.

Die Statik beim Hausbau

Themenbereich: Bauphysik, Bauplanung    Beitrag von: Eckhardt

Vor dem Bau eines Hauses berechnet ein Statiker alle Bauteile des Hauses und legt das Material, die Festigkeit und die Dimensionierung dieser fest. Eine gute Statik bewirkt eine dauerhafte Standhaftigkeit des Gebäudes, bei dem auch Risse vermieden werden. Deshalb ist eine sorgfältige Berechnungen wichtig und für die Bauausführungen vor Ort unerlässlich.

Folgen falscher Statik:
Nicht immer muss bei einer falschen Statik gleich die Standhaftigkeit des Hauses in Gefahr sein. Dennoch zeigen sich negative Folgen auch durch Risse im Mauerwerk. Auch als Laie kann man die Statik in den Grundzügen verstehen und nachprüfen. Am bes

ten lässt man sich die gewählten Positionen und Querschnitte vom Statiker erklären. Ebenso empfiehlt es sich, die Statik vor Baubeginn aushändigen zu lassen, denn im Bauvorgang selbst können Probleme auftreten, weil besondere Situationen o

der ein spezieller Bauablauf nicht berücksichtigt wurde. Dies gilt es vor Baubeginn zu überprüfen. Denn letztlich ist der Baustatiker dafür verantwortlich, dass die Standsicherheit des Bauwerkes gewährleistet ist. Eine Pflicht zur allgemein umfass

enden Beratung besteht laut einem Entscheid des Oberlandesgerichts Stuttgart nämlich nicht.

Nicht nur bei Neubauden, sondern auch bei Aus- oder Umbauden muss die Statik berechnet werden, unabhängig von der Art des Hauses. So kann beispielsweise ein Steildach bei fast jedem Haustyp aufgesetzt werden, so lange es die Statik zulässt. Denn die Aufsattelung ist nur möglich, wenn die Tragfähigkeit des Hauses es gewährleisten kann.

Jedem Hausbau geht ein Bauantrag voraus, also ein förmlich und schriftliches Gesuch der Ausführung des Bauvor

habens. Die Statik als bautechnischer Nachweis ist ein wichtiger Teil dieses Antrages. Hinzu kommen noch folgende Unterlagen:  Lageplan, Übersichtsplan, Bauzeichnung, Baubeschreibung, Berechnung der Grundflächen und Geschossflächenanzahl des umbauten Raumes und der Nutz-und Wohnflächen, Nachweis der erforderlichen Pkw-Plätze und Wärme- und Schallschutznachweis.

Das Ziel einer effektiven Statik ist, aus einem komplexen Bauwerk ein klar definiertes Tragsystem zu entwickeln, das wirtschaftlich sinnvoll berechnet werden kann. Zuerst erfolgt eine Berechnung der Lasten und deren wirkender Kräfte, welche dann durch tragende Teile in den Baugrund abgetragen werden.  Die Lasten, die auf ein Bauwerk wirken, unterteilt man je nach ihrer Häufigkeit in ständige (z.B. das Eigengewicht des Gebäudes und Mobiliar), veränderliche (Umweltbedingungen) und außergewöhnliche Einwirkungen (z.B. Erdbeben). Zielgebend in der Statik ist die Ermittlung der ungünstigsten Kombination aus diesen Lasten bezüglich der Beanspruchung der Bauwerksmaterialien und der Begrenzung der Verformung.

Was ist Beton?

Themenbereich: Bauausführung, Bauphysik, Baustoffe, Informationen    Beitrag von: Eckhardt

Jeder kennt Beton. Aber was genau ist Beton eigentlich? Die Antwort auf diese Frage ist nicht allzu kompliziert. Denn alles, was man braucht, um Beton herzustellen, liefert uns die Natur: Zement aus Kalkstein und Ton sowie Sand, Kies und Wasser. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Zement. Dieser bildet zusammen mit dem Wasser den Zementleim und verbindet die übrigen Elemente zu einem harten Gestein. Es gibt aber nicht nur den einen Beton, sondern eine Vielzahl verschiedener Betonarten, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden und sich den jeweiligen Anforderungen anpassen. So unterscheidet sich die Mischung für einen Beton, der Brand- oder Schallschutz leisten soll etwa von derjenigen, die einen besonders tragfähigen

© Kzenon - Fotolia.com

Beton erzeugen will.

Voll im Trend ist zur Zeit der so genannte Sichtbeton. Dieser erfüllt keine zwingend wichtigen Funktionsvorgaben. Vielmehr ist er reines Gestaltungselement für Wände, Treppen und sogar Möbel. Der gleichsam nackte Beton – ohne Tapete, Putz oder sonstige deckende Anstriche – strahlt eine puristische und moderne Wirkung aus. Und auch hier gilt: Sichtbeton ist nicht gleich Sichtbeton. Die Oberfläche wird von der Schalung bestimmt, in die der flüssige Beton gegossen wird. Glatte Flächen, grobe Holzmaserung, die Zugabe von Betonzuschlag – wie etwa Granit oder Quarz – alles denkbar. Der Gestaltungsfreiheit sind da kaum Grenzen gesetzt!

Was ist Zement?

Themenbereich: Bauphysik, Baustoffe, Informationen    Beitrag von: Bob

Zement dürfte jedem von uns ein Begriff sein. Wie genau Zement allerdings entsteht, das wissen wahrscheinlich nur die echten Heimwerker. Die meisten werden Zement als Hauptbestandteil von Beton kennen. Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Zement sind neben Kalkstein vor allem Ton und Mergel. Gewonnen werden diese Rohstoffe in Steinbrüchen. Dort werden sie durch Sprengung frei gelegt oder mit schwerem Gerät durch Reißen hervorgebracht bevor sie für eine erste grobe Zerkleinerung zu den Brechanlagen transportiert werden.

Der so gewonnene Rohschotter wird schließlich zu den Zementwerken gebracht. Das geschieht entweder über Förderbänder, mit Seil- oder Schiebebahnen oder unter Umständen auch mit LKWs. Im Zementwerk wird der Schotter im Mischbett – zusammen mit den gewünschten Zuschlagstoffen wie etwa Quarzsand oder Eisenerz – eingelagert und homogenisiert. Das Rohmehl wird in Lepol- oder Wärmetauscheröfen bei 1.450°C zu Zementklinker gebrannt, der in abgekühltem Zustand in den Klinkersilos bevorratet wird. In einem letzten Schritt mahlen Zementmühlen den Klinker unter Zusatz von Gips, Anhydrit und teilweise weiteren Zusatzstoffen wie Kalkstein oder Hüttensand zu Zement. Fertig ist der Zement für die Auslieferung auf Straßen- oder Schienenfahrzeugen oder auch Schiffen.