Attention! Überbau

Themenbereich: Bauausführung, Bauplanung, Informationen    Beitrag von: Bob

Ihr Haus steht dicht an der Grundstücksgrenze. Nach der Sanierung ihres Gebäudes, ragt nun die Wärmedämmung an den Außenwänden über die Grundstücksgrenze hinaus. Das ist der klassische Fall eines Überbaus. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Besitzer der energetisch sanierten Immobilie? Die Folgen eines Überbaus sollte vor der Sanierung vom Hausbesitzer bedacht werden, denn es können zukünftig erhebliche Probleme durch einen Überbau entstehen.

Prinzipiell ist eine Grenzüberschreitung nicht zulässig. Es muss ein Abstand zum Nachbargrundstück bleiben, um den sozialen Frieden zu bewahren und um dem Nachbarn nicht die Belichtung und Belüftung seiner Hausfassade zu nehmen.

Gesetzlich ist das durch den § 912 BGB – Überbau; Duldungspflicht – festgelegt: Hat der Eigentümer eines Grundstücks bei der Errichtung eines Gebäudes über die Grenze gebaut, ohne dass ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt, so hat der Nachbar den Überbau zu dulden, es sei denn, dass er vor oder sofort nach der Grenzüberschreitung WiderspruchGrenzüberschreitung erhoben hat.

Ist nun nach der Sanierung ein Überbau an Ihrem Haus entstanden, kann der durch regelmäßige Zahlungen an den Nachbarn entschädigt werden. Diese Geldrenten sind im § 913 BGB – Zahlung der Überbaurente – festgelegt. Die Höhe der Rente wird vom Amtsgericht gesetzt. Dort wird auch entschieden, ob es sich um einen Überbau handelt oder ob nicht.

Der Nachbar hat außerdem das Recht, zu verlangen, dass das überbaute Grundstücksteil abgekauft wird. Zu beachten ist aber, dass der Nachbar den Überbau nicht akzeptieren muss. Deshalb ist wirklich zu raten, im Vorfeld von Baumaßnahmen ein Vermessungsingenieur hinzu zu ziehen. Der kann feststellen, ob die Hausveränderung das eigenen Grundstück überschreitet. Falls das nicht zu umgehen ist, sollte schon vorher eine Einigung mit dem Nachbar erreicht werden.

Ein Haus aus Holz und Lehm

Themenbereich: Bauplanung, Baustoffe, Informationen    Beitrag von: Werner

Bio ist in. Auch beim Häuserbau wird auf eine biologische Bauweise wertgelegt. Doch nicht überall, wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Kein Bio-Etikettenschwindel bedeutet, naturreine Roh-Baustoffe wie Ton, Lehm, Holz und Kalk. Diese kompromisslose Bio-Bauqualität ist beispielsweise bei der Baufirma esendo gewährleistet. In deren Häuser werden keine chemischen Stoffe wie Plastik, Lösungsmittel in Farben und Leim oder andere Schadstoffe verwendet.

Mit einem Bio-Haus tut man nicht nur der Umwelt etwas gutes, sondern auch sich selbst. Das Raumklima eines Lehm-Massivhauses ist unvergleichlich angenehm. Denn der Lehm reguliert optimal Luftfeuchtigkeit und Wärme. Die Wände eines Lehm-Massivhauses bestehen aus Massivholz, auf deren inneren Oberfläche Lehm und Ton aufgetragen ist. Durch die Fertigung im Werk kann das Haus innerhalb von drei Monat fertig gestellt werden. Das ist weitaus schneller als konventionelle Häuser aufgebaut werden. Da kaum Wasser für den Bau verwendet wird, kann der Bau sofort bezogen werden. Es besteht keine anfängliche Schimmelgefahr nach Erstbezug. Die Holz- und Lehm-Wände bieten Schallschutz wie gewöhnliche Steinwände und einen 95 Prozentigen Schutz vor Elektrosmog.

Bei den Innenräumen wird besonders auf das angenehme Raumklima wertgelegt. Terracotta-Böden, Ton- und Kalkputze und Wandheizungen sorgen für eine gesundes und behagliches Wohnen. Die neuste Energietechnik gehört zur Standardausstattung der Häuser. So sind die Dächer mit Sonnenkollektoren ausgestattet und Regenwassernutzungsanlagen sorgen für einen wassersparenden Haushalt.

Bio ist teurer, das kennen wir aus dem Reformhaus. Aber die esendo Lehm-Massivhäuser haben wegen ihrer schnellen Bauweise ein gutes Preis- und Leistungsverhältnis. Natürlich ist es nicht die billigste Variante für ein Eigenheim, aber vielleicht die cleverste, bedenkt man die Nachhaltigkeit und den Vorteil für die Umwelt dieser Häuser.

Risiken beim Bauen

Themenbereich: Bausicherheit, Informationen    Beitrag von: Bob

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Während der Bauphase eines Projektes können die verschiedensten Dinge nicht nach Plan laufen, was immer ein finanzielles Risiko und einen potentiellen Schaden bedeutet. Ein großes Risiko ist das der Baukostenüberschreitung, es kann eine Bauzeitveränderung auftreten, Umsetzungsfehler und eine lange Mängelbehebungszeit können zu Verzögerungen und höheren Kosten führen.

Von den Immobilienfirmen als das größte Risiko dargestellt sind mögliche Einsprachen bei der Baueingabe, die gravierende Auswirkungen auf die zeitliche und finanzielle Planung haben können. Eine weitere Fehlerquelle ist die ungenügende Berücksichtigung der Nachhaltigkeit, das heißt Fehler bei der sogenannten Life-Cycle-Planung, bei der der finanzielle Schaden immense Dimensionen annehmen kann.

Das Risikomanagement von Immobilienfirmen setzt sich mit solchen Eventualitäten auseinander und versucht, solche Fehler möglichst gering zu halten. Die Unternehmen sprechen diesem Bereich der Bauplanung aber einen unterschiedlich großen Platz zu, und so gibt es kein allgemeingültiges, vergleichbares System. Dennoch, die Risikoabsicherung nimmt einen immer größeren Stellenwert ein.

In einem Schweizer Pilotprojekt namens QualiCheck werden Bauprojekte systematisch auf Risiken untersucht, eventuelle vorbeugende Massnahmen eingeleitet und Kontrollen zu einer frühzeitigen Problemerkennung durchgeführt. Eine Auswertung hat ergeben, dass dadurch Baukosten reduziert werden konnten. Somit ist die Risikokontrolle bei Bauprojekten eine gewinnbringende Massnahme, die wohl in Zukunft eine wichtigere Rolle in Bauprojekten zugewiesen bekommen wird.